Teilnehmerkonzert
Termine:
Sonntag, 13. Januar 2008, 15:00 Uhr; CM Nord, Ettelbrück (Luxemburg), kleiner Saal
Noise Watchers unlimited lädt in Zusammenarbeit mit dem Conservatoire du Nord zu einem Workshop für Improvisation mit Walter Fähndrich ein. Der Kurs richtet sich an Schüler und Studierende aller Instrumentengruppen sowie an Sänger, die Interesse am freien Improvisieren in der Gruppe haben.
Inhalt
Im Zentrum des Kurses steht die Freie Improvisation, das heisst, Improvisieren als kompositorischer Prozess gleichberechtigter Spieler, und nicht das Erfüllen von Spielregeln oder anderer Vorgaben. Die Musik, die dabei entsteht, könnte man als eine Art zeitgenössischer Kammermusik bezeichnen und klingt im Idealfall so, als wäre sie gut komponiert – überraschend, frisch, suggestiv, komplex, witzig, klar - nur: nichts ist vorbestimmt und mit keinem Wort wird besprochen, was erklingen soll. Keiner weiss vorher, was musikalisch passieren wird. Alles ist improvisiert.
Ziel
Entwickeln einer eigenen musikalischen Sprache; nicht das Erlernen einer Vielzahl von Stilen! Möglichst individuelle Förderung der Teilnehmer und ihrer spezischen Fähigkeiten. Erarbeiten des musikalischen Umfeldes (Handwerks), das es ermöglicht, den künstlerischen Weg als Improvisator selbständig zu gehen.
Zur praktischen Arbeit
- Aufnehmen der Improvisationen, um diese anhören und besprechen zu können.
- Analysieren, besprechen des Gespielten. Erkennen und Benennen von formbildenden Ebenen und Elementen; Nahtstellen erkennen; usw.. Strukturelles und formales Hören.
- Herausarbeiten von Gründen, Kriterien für den vorliegenden Verlauf des "Stückes", von Angelpunkten, von formalen Schlüsselstellen, von Konsequenzen bestimmter musikalischer Massnahmen usw...
- Praktische und theoretische Beschäftigung mit Fragen der Formbildung (etwa: Entwicklung, Reihung, Kontrast, Klammern, Proportionen, Zeit, Energieverläufe, Fasslichkeit, Gestalt, Gestik, Räumlichkeit).
- Diskutieren und Erarbeiten von Kriterien, um das Gespielte zu beurteilen. Entwickeln des Qualitätsbewusstseins. Wie entsteht Qualität?
- Gedanken über Zusammenhänge, etwa: Material - Struktur; Struktur - Form; Klangfarbe - Tonhöhe; Inneres Tempo - Stückdauer; Energie - Gliederung; usw. (ist fast beliebig erweiterbar und kaum erschöpfend zu systematisieren).
- Gedanken und Gespräche über elementare musiksprachliche Fragen. Narrative, räumliche, physische, intellektuelle, psychische Aspekte von Musik