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Musikalisches Würfelspiel

Das Musikalische Würfelspiel von Wolfgang Amadeus Mozart KV 516f ist eine Zufallskomposition. In diesem Werk entscheidet der Würfel (an sich sind es zwei Würfel) wie es zu erklingen hat. Als Mozart noch lebte, und auch noch lange Zeit danach - genau gesagt bis 2006 - musste die Komposition Takt für Takt auf ein Notenblatt übertragen werden, dann von einem Cembalisten oder Pianisten geübt werden um schlussendlich, den Wünschen des Komponisten und der Würfel gehorchend, vorgetragen zu werden. Hier ist der Anfang der Original-Partitur, mit seiner Tabelle aus der die zu übertragenden Takte herausgelesen werden können:   PDF  Musikalisches Wuerfelspiel   . Die komplette ausgedruckte Partitur (8 + 4 Seiten) kann zum Preis von 5€ bei Editionowa bestellt werden.

Um uns das Leben zu vereinfachen, haben wir unserer Partitur noch ein zweites Layout hinzugefügt. Hier sieht man alle Möglichkeiten für einen Takt in einer Zeile gruppiert. Der erwürfelte Takt ist einfach auffindbar. Ausserdem erkennt man sehr gut, wie Mozart sein Werk komponiert hat: die zwei ersten Takte entsprechen einer ersten Stufe (mit Bass in der Grundstellung), der dritte Takt einer fünften Stufe und der vierte Takt kehrt wiederum zur Tonika zurück, aber nicht unbedingt in der Grundstellung (es gibt auch einige Sextakkorde):

Auf den anderen Seiten geht es dann so weiter... Mozart war schlau: er hat sein Speil gut in seiner Partitur versteckt. Auch läßt er kaltblütig für den 8. Takt würfeln, obwohl alle entsprechenden Takte gleich sind.

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Wir können uns also lebhaft vorstellen, daß der Wunsch, viele verschiedene Fassungen des Werkes miteinander zu vergleichen, allein an der Tatsache scheitert(e), daß dieses aufwändige Verfahren die Interpreten in einem hohen Maße abschrecken musste.

Arthur Stammet hatte sich also aus eben diesen Gründen dieses Werkes im Mozart-Jahr 2006 angenommen und eine Software-Fassung dieser Komposition programmiert. Die erste Fassung des Programmes wurde während eines Konzertes in der Philharmonie Luxemburg (Festival "rainy days 2006") vorgestellt.

Die neue, hier vorliegende, Fassung des Programmes wurde im Mai 2009 während der Foire de Printemps in Luxemburg vorgestellt und am 13. Mai mit zwei Schülergruppen experimentell erforscht nachdem das Programm am 10. Mai zum ersten Mal auf dieser Messe in Form eines Workshops präsentiert wurde.

Dieses Hauptfenster erlaubt es uns noch zwei zusätzliche Fenster zu öffnen. Hier können wir dann würfeln oder die Partitur sehen und (mit einem Screenshot-Utility) als Bild abspeichern.

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Das Würfel-Fenster Die Partitur